Navigation

34 Das Medikamentenmanagement für ältere Menschen, die zu Hause leben, sicherer machen

 

Die gleichzeitige Einnahme von mehreren Medikamenten kann für ältere Menschen mit chronischen Krankheiten, die zu Hause leben, zu gefährlichen Situationen und unerwünschten Nebenwirkungen führen. Im Rahmen der Studie wird untersucht, wie das Medikamentenmanagement für diese Patientengruppe sicherer gemacht werden kann.

Projektbeschrieb (laufendes Forschungsprojekt)

In einem ersten Schritt werden rund 50’000 elektronische Patientendossiers des Kantonsspitals Wallis von zu Hause lebenden, älteren Menschen mit chronischen Krankheiten ausgewertet. Diese Analyse soll Hinweise auf Risikofaktoren für gefährliche Situationen oder unerwünschte Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Medikamenteneinnahme liefern. In einem zweiten Schritt werden 30 Patientinnen und Patienten sowie ihre Betreuungspersonen – professionelle Betreuungspersonen und pflegende Angehörige – zu ihren Erfahrungen mit der Medikamenteneinnahme befragt. Die Auswahl der älteren Menschen, die befragt werden, erfolgt dabei auf Grundlage des im ersten Schritt erstellten Risikoprofils.

Hintergrund

Ältere Menschen, die an chronischen Krankheiten leiden, nehmen oftmals mehrere Medikamente gleichzeitig ein. Die korrekte Medikamenteneinnahme stellt insbesondere für zu Hause lebende Menschen eine grosse Herausforderung dar. Die Erfahrungen der Betroffenen sowie der informellen Betreuungspersonen (z.B. Familienmitglieder, Freunde, Nachbarn) mit dem Medikamentenmanagement sind jedoch nur wenig erforscht.

Ziel

Das Ziel der Studie besteht erstens darin, die Faktoren zu identifizieren, die in Zusammenhang mit der Medikamenteneinnahme zu gefährlichen Situationen und unterwünschten Nebenwirkungen für ältere Menschen, die zu Hause leben, führen können. Zweitens sollen die Erfahrungen von Betroffenen mit dem Medikamentenmanagement untersucht werden. Letztlich wird auch die Rolle von professionellen Betreuungspersonen und pflegenden Angehörigen untersucht.

Bedeutung

Auf Grundlage der Ergebnisse dieser Studie werden Empfehlungen dahingehend erteilt, wie das Medikamentenmanagement von zu Hause lebenden, älteren Menschen mit chronischen Krankheiten sicherer gemacht werden kann. Auf diese Weise sollen gefährliche Situationen und unerwünschte Nebenwirkungen, die letztlich zu Spital- oder Pflegeheimeintritten, oder gar zu vorzeitigem Tod führen können, verhindert werden.

Originaltitel

Optimising medication management for polymedicated home-dwelling older adults with multiple chronic conditions - ME@home

Projektverantwortliche

Hauptgesuchsteller:

  • Dr. Henk Verloo, Institut Santé & Social, HES-SO/Valais

Weitere Gesuchstellende:

  • Professeur Marie Santiago Delefosse, Institut de psychologie, Faculté des sciences sociales et politiques, Université de Lausanne
  • Professeur Armin von Gunten, Hôpital de Cery, CHUV Professeur Boris Wernli, Unité "finances publiques", IDHEAP - Université de Lausanne

Projektpartnerinnen und –partner:

  • Madame Monique Lekhy Hagen, Société Medicale Valais, Sion
  • Monsieur David Roux, Centre médico-social Sion
  • Monsieur Eric Bonvin, Direction Générale, Hôpital du Valais, Sion
  • Monsieur Pierre-Alain Buchs, Pharmacie du midi, Sion

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

Henk Verloo Institut Santé & Social
HES-SO/Valais
Chemin de l'Agasse 5 1950 Sion +41 27 606 84 51 henk.verloo@hevs.ch