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30 Integrierte gemeindebasierte Versorgung von älteren Menschen, die zu Hause leben

 

Damit ältere Menschen mit funktionalen Einschränkungen möglichst lange im eigenen Zuhause leben können, ist ein starkes Langzeitpflegesystem erforderlich. Die Studie implementiert und evaluiert ein pflegegeleitetes, integriertes und gemeindebasiertes Versorgungsmodell mit dem Ziel, die Qualität und die Effizienz der Versorgung zu Hause zu verbessern.

Projektbeschrieb (laufendes Forschungsprojekt)

Die Studie untersucht die Risiken für Spital- und Pflegeheimeintritte von zu Hause lebenden älteren Menschen im Kanton Basel-Landschaft sowie die tatsächlichen Eintrittsraten und die gesundheitsbezogene Lebensqualität über die Zeit. Die Daten aus den beiden Versorgungsregionen, in denen das neue Betreuungsmodell umgesetzt wird, werden mit entsprechenden Daten aus dem übrigen Kanton verglichen und Schlussfolgerungen hinsichtlich der Versorgungsqualität und der Kosten des Modells gezogen. Zudem wird die geografische Verteilung von Mortalität, Morbidität und Invalidität bei älteren Menschen, die zu Hause leben, geschätzt und auf die nächsten zehn Jahre projiziert, um den zukünftigen Versorgungsbedarf dieser Zielgruppe zu ermitteln.

Hintergrund

Die meisten älteren Menschen möchten möglichst lange im eigenen Zuhause leben. Da sie oftmals funktional eingeschränkt sind und an mehreren chronischen Erkrankungen leiden, ist häufig der Einsatz zahlreicher Leistungserbringer erforderlich. Die erbrachten Leistungen sind aber häufig weder zentralisiert noch koordiniert, was sich negativ auf die Qualität und die Kosten der Versorgung von älteren Menschen auswirken kann.

Ziel

Ziel der Studie ist es, die Prävalenz multimorbider älterer Menschen, die zu Hause leben, zu untersuchen und das Risiko abzuschätzen, dem diese im Hinblick auf einen Spital- oder Pflegeheimeintritt ausgesetzt sind. Darüber hinaus soll in zwei Versorgungsregionen des Kantons Basel-Landschaft ein pflegegeleitetes, integriertes und gemeindebasiertes Betreuungsmodell umgesetzt und evaluiert werden. Dieses soll die Qualität und die Effizienz der Versorgung von älteren Menschen, die zu Hause leben und an mehreren chronischen Krankheiten leiden, verbessern.

Bedeutung

Die Studie kombiniert Methoden der Implementierungs- mit Methoden der Versorgungsforschung. Auf diese Weise fördert sie den Wandel der Versorgungsstrukturen für ältere, zu Hause lebende Menschen im Kanton Basel-Landschaft. Da integrierte, gemeindebasierte Betreuungsmodelle Spital- oder Pflegeheimeintritte hinauszögern können, leisten sie einen Beitrag zur Verringerung des Kostenanstiegs im Gesundheitswesen.

Originaltitel

INSPIRE: Implementation of an integrated community-based care program for home-dwelling senior citizens

Projektverantwortliche

Hauptgesuchstellerin:

  • Prof. Sabina De Geest, Institut für Pflegewissenschaft, Universität Basel

Weitere Gesuchstellende:

  • Prof. Matthias Schwenkglenks, Institut für Pharmazeutische Medizin ECPM, Universität Basel
  • Prof. Nicole Probst-Hensch, Department of Epidemiology and Public Health, Swiss Tropical and Public Health Institute, Basel
  • Prof. Matthias Briel, Institut für klinische Epidemiologie und Biostatistik, Universitätsspital Basel
  • Franziska Zúñiga, Institut für Pflegewissenschaft, Universität Basel
  • Prof. Andreas Zeller, Universitäres Zentrum für Hausarztmedizin, Liestal
  • Dr. Mieke Deschodt, Institute of Nursing Science, University of Basel
  • Dr. Penelope Vounatsou, Department of Epidemiology and Public Health, Swiss Tropical and Public Health Institute, Basel

Projektpartnerinnen und –partner:

  • Dr. Carlos Quinto, Ärztegesellschaft Kanton Basel-Land, Liestal
  • Dr. Eva Blozik, Helsana Data Center, Zürich
  • Professor Leah Zullig, Duke University Medical Center, Durham, USA

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

Prof. Sabina De Geest Professor & Chair Department Public Health
Institut für Pflegewissenschaft
Universität Basel
Bernoullistrasse 28 4056 Basel +41 61 207 09 51 sabina.degeest@unibas.ch