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10 Förderung des Zusammenführens von Gesundheitsdaten in der Schweiz

 

Verknüpfte Gesundheitsdaten bilden eine wichtige Entscheidungsgrundlage, um das Schweizer Gesundheitssystem weiterzuentwickeln. Es sollen Vorschläge gemacht werden, wie die bestehenden Daten aus dem ambulanten und stationären Versorgungsbereich sowie aus dem Versicherungsbereich zusammengeführt werden können.

Porträt / Projektbeschrieb (laufendes Forschungsprojekt)

Basierend auf einer Literaturanalyse und anhand erfolgreicher nationaler Beispiele werden Erfolgsfaktoren für eine Datenzusammenführung identifiziert und die Anforderungen an eine harmonisierte Datenbasis festgelegt. Weiter werden rund 20 Interviews mit internationalen Expertinnen und Experten geführt, um zu ermitteln, wie andere Länder die Datenharmonisierung umsetzen. Zudem werden mittels einer Delphibefragung die hindernden und fördernden Faktoren für die Datenharmonisierung in der Schweiz identifiziert. Die Ergebnisse werden synthetisiert und Handlungsempfehlungen für die Schweiz formuliert.

Hintergrund / Ausgangslage

Im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen und der Rechnungsstellung werden wichtige Daten für die Steuerung des Gesundheitswesens generiert. Deren Aussagekraft ist jedoch eingeschränkt. Erstens gibt es insbesondere im ambulanten Bereich grosse Datenlücken. Zweitens sind viele Daten nicht zusammengeführt, und drittens sind viele Daten der Forschung nicht zugänglich. Entsprechend fehlen Entscheidungsgrundlagen, um das Gesundheitswesen weiterzuentwickeln.

Ziele

Ziel der Studie ist es, Voraussetzungen zu schaffen, um die Datenlage im Schweizerischen Gesundheitswesen zu verbessern. Hindernde und fördernde Faktoren zur Datenharmonisierung sollen identifiziert und Entscheidungsträger für das Anliegen sensibilisiert werden.

Bedeutung / Anwendung

Die Studie trägt dazu bei, eine gemeinsame Nutzung von verknüpften Gesundheitsdaten zu ermöglichen. Zudem wird die Diskussion im Zusammenhang mit dem Schutz beziehungsweise der Nutzung von persönlichen Gesundheitsdaten gefördert.

Originaltitel

Advancing SMart solutions and eliminating barriers for the Acquisition, Analysis, and Sharing of Health data in Switzerland [SMAASH]

Projektverantwortliche

Hauptgesuchstellerin:

  • Prof. Dr. Bernice Simone Elger, Institut für Bio- und Medizinethik (IBMB), Universität Basel

Weitere Gesuchstellende:

  • Prof. Thomas Perneger, Service d'épidémiologie clinique, Hôpitaux Universitaires de Genève (HUG)

Projektpartnerinnen und -partner:

  • Prof. Claudia Seitz, Juristische Fakultät, Universität Basel

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

Prof. Dr. Bernice Simone Elger Universität Basel
Institut für Bio- und Medizinethik (IBMB)
Bernoullistrasse 28 4056 Basel +41 61 267 17 86 b.elger@unibas.ch

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