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07 Verbesserung der Datenlage im ambulanten Versorgungsbereich

 

Während für die stationäre Gesundheitsversorgung in der Schweiz eine breite statistische Grundlage besteht, fehlt diese für den ambulanten Bereich. Die Studie will die standardisierte Erfassung von Routinedaten in Schweizer Hausarztpraxen stärken.

Porträt / Projektbeschrieb (laufendes Forschungsprojekt)

Es werden neue Hausarztpraxen für die Teilnahme am Projekt akquiriert und die notwendigen technischen Schnittstellen entwickelt. Zudem werden die Anforderungen an die Dateneingabe basierend auf einer Literaturanalyse sowie auf Gesprächen mit Hausärztinnen und Hausärzten erarbeitet. Anschliessend werden in den Hausarztpraxen Anwenderschulungen durchgeführt und es wird deren Wirksamkeit evaluiert. Sobald das System in allen Hausarztpraxen implementiert ist, werden die Beteiligten in zwei Gruppen aufgeteilt. Die beiden Gruppen unterscheiden sich bezüglich der Höhe der Entschädigung, welche sie für die Teilnahme am Projekt erhalten. Mittels eines Vergleichs der beiden Gruppen wird die optimale Entschädigung für die systematische Datenerfassung in Hausarztpraxen ermittelt.

Hintergrund / Ausgangslage

Routinedaten sind eine wichtige Grundlage, um Fragen zum Gesundheitszustand und zur Behandlung von Patientinnen und Patienten zu untersuchen. Die Datenbasis im ambulanten Bereich ist in der Schweiz jedoch schwach, fragmentiert oder für die Forschung unzugänglich. Die umfassendste Datenbank im hausärztlichen Bereich der Schweiz besteht seit sieben Jahren und bezieht 132 Arztpraxen in 13 Kantonen ein.

Ziele

Das Ziel der Studie ist es, Hausarztpraxen für die standardisierte Erfassung von Routinedaten in einer bestehenden Datenbank zu gewinnen und die optimale Höhe für deren finanzielle Entschädigung zu bestimmen. Zudem soll die Qualität der Daten geprüft und bei Bedarf verbessert werden. Auf diese Weise wird eine repräsentative Datenbasis im hausärztlichen Bereich der Schweiz geschaffen.

Bedeutung / Anwendung

Die Studie verbessert die Datenlage im ambulanten Versorgungsbereich der Schweiz. Auf dieser Basis können ein Monitoring der ambulanten Behandlungsqualität errichtet und vergleichende Analysen durchgeführt werden. Zudem werden Erkenntnisse über finanzielle Anreize für Hausarztpraxen gewonnen, welche wieder in Vergütungsmodelle einfliessen können.

Originaltitel

Establishing a nationwide collection of medical routine data in primary care – expanding the FIRE project

Projektverantwortliche

Hauptgesuchstellende:

  • PD Dr. med. Corinne Chmiel, Institut für Hausarztmedizin, Universität Zürich

Weitere Gesuchstellende:

  • Prof. Thomas Rosemann, Institut für Hausarztmedizin, Universität Zürich
  • Dr. Stefan Essig, Institut für Hausarztmedizin und Community Care, Universität Luzern
  • Dr. Andreas Zeller, Institut für Hausarztmedizin, Universität Basel
  • Dr. Sven Streit, Berner Institut für Hausarztmedizin (BIHAM), Universität Bern
  • Dr. Lilli Herzig, Institut universitaire de médecine de famille (IUMF), Université de Lausanne
  • Dr. Dagmar Haller-Hester, Département de santé et médecine communautaire, de premier recours et des urgences, Hôpitaux Universitaires de Genève (HUG)

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

PD Dr. Corinne Chmiel UniversitätsSpital Zürich Institut für Hausarztmedizin der Universität Zürich Pestalozzistrasse 24 8091 Zürich +41 44 255 98 55 corinne.chmiel@usz.ch

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