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24 Bessere Daten zur Qualität der häuslichen Pflege (Spitex)

 

In der Schweiz besteht wenig Wissen zu Angebot, Nachfrage und Qualität der Pflege zu Hause. Die Studie will diese Lücke füllen. Sie analysiert die noch wenig ausgewertete Datenbank des Spitex Verbandes Schweiz und entwickelt sie weiter.

Porträt / Projektbeschrieb (laufendes Forschungsprojekt)

Nach einer Überprüfung der Datenqualität werden in einer ersten Projektphase die Daten des Spitex Verbandes mit anderen Gesundheitsstatistiken verknüpft. Anschliessend werden Profile der Patientinnen und Patienten erstellt, welche soziodemografische und klinische Merkmale, die Inanspruchnahme von Pflegeleistungen sowie Behandlungspfade enthalten. In der zweiten Projektphase wird die Spitex-Datenbank weiterentwickelt. Insbesondere wird die Zufriedenheit der Patienten und Angehörigen mit der Spitexpflege gemessen und die bestehenden Indikatoren der Pflegequalität aktualisiert. In der Schlussphase sollen gemeinsam mit Stakeholdern Empfehlungen für die zukünftige Nutzung der Datenbasis entwickelt werden.

Hintergrund / Ausgangslage

Die Zahl älterer Menschen, die Langzeitpflege benötigen, nimmt stetig zu. Gleichzeitig erfolgt die Langzeitpflege zunehmend zu Hause statt im Pflegeheim oder im Spital – gemäss dem Grundsatz "ambulant vor stationär". Obwohl die häusliche Pflege immer wichtiger wird, existiert wenig Wissen zur Inanspruchnahme und Qualität der Spitex-Pflege. Eine relevante Datenquelle, um dieses Wissen zu vertiefen, bildet die Datenbank des Spitex Verbandes Schweiz.

Ziele

Ziel der Studie ist es, die Inanspruchnahme und Qualität von Pflegeleistungen anhand der Daten des Spitex Verbandes Schweiz zu untersuchen. Zudem soll die Datenbank weiterentwickelt und sollen Vorschläge zu deren künftigen Nutzung erarbeitet werden.

Bedeutung / Anwendung

Die Verbesserung der Spitex-Daten ermöglicht Antworten auf Fragen wie: Wer nutzt wann, wo, aufgrund welcher Gesundheitsprobleme die Spitex? Wie häufig wechseln Patienten zwischen stationären und ambulanten Angeboten der Langzeitpflege? Dies ermöglicht die optimalere Planung von Versorgungsleistungen. Weiter haben die in diesem Projekt für die öffentliche Spitex entwickelten Instrumente zur Qualitätsmessung das Potenzial für einen Transfer in die private Spitex. Dies kann einen Beitrag leisten zur Transparenz der Leistungen der Langzeitpflege zu Hause.

Originaltitel

Swiss Home Care Data: patient profiles and quality measures for home care

Projektverantwortliche

Hauptgesuchsteller:

  • Prof. Dr. Julia Dravta, Fachstelle Gesundheitswissenschaften, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften

Weitere Gesuchstellende:

  • Dr. Sonia Pellegrini, Schweizerisches Gesundheitsobservatorium
  • Dr. Adrian Spörri, Institut für Sozial- und Präventivmedizin (ISPM), Medizinische Fakultät, Universität Bern

Projektpartnerinnen und -partner:

  • Cornelis Kooijman, Zentralsekretariat, Spitex Verband Schweiz

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

Prof. Dr. phil. Peter Rüesch Senior Researcher Forschungsstelle Gesundheitswissenschaften, Institut Gesundheitswissenschaften, Departement Gesundheit, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) Technikumstrasse 81
Postfach
8401 Winterthur +41 58 934 63 09 rech@zhaw.ch

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